Blumen zu trocknen ist eine einfache Möglichkeit, ihre Schönheit über die Blütezeit hinaus zu bewahren. Mit der richtigen Methode lassen sich viele Blumen über Monate oder sogar Jahre haltbar machen – oft sogar mit erstaunlich wenig Farbverlust.
Nicht jede Blume eignet sich gleichermaßen zum Trocknen. Während einige Arten ihre Form und Farbe über viele Monate hinweg behalten, verlieren andere schnell ihre Blütenblätter oder verblassen stark.
Diese Blumen liefern meist die besten Ergebnisse:
Viele dieser Blumen werden nicht ohne Grund häufig in Trockensträußen verwendet: Sie behalten auch nach dem Trocknen ihre dekorative Form und wirken lange ansprechend.
Nicht alle Blumen lassen sich problemlos trocknen. Einige Arten enthalten besonders viel Feuchtigkeit oder besitzen sehr zarte Blütenblätter, die beim Trocknen schnell ihre Form verlieren.
Dazu gehören unter anderem:
Das bedeutet nicht, dass diese Blumen grundsätzlich nicht getrocknet werden können. Im Vergleich zu Hortensien, Lavendel oder Schleierkraut sind die Ergebnisse jedoch oft weniger vorhersehbar und erfordern mehr Aufwand.
Für das beste Ergebnis sollten Blumen möglichst frisch getrocknet werden. Je länger ein Blumenstrauß bereits in der Vase steht, desto mehr Feuchtigkeit verlieren die Stiele und Blüten – gleichzeitig steigt das Risiko, dass Blütenblätter welken oder abfallen.
Am besten beginnst du mit dem Trocknen, solange die Blumen noch frisch aussehen und ihre volle Blütenpracht zeigen. Die Blüten sollten vollständig geöffnet sein, aber noch keine braunen Stellen oder deutliche Welkeerscheinungen aufweisen.
Grundsätzlich ja. Viele Blumen lassen sich auch nach einigen Tagen in der Vase noch trocknen. Allerdings können bereits verwelkte Blüten oder beschädigte Blütenblätter das Ergebnis beeinträchtigen.
Wenn du einen Blumenstrauß als Erinnerung aufbewahren möchtest, solltest du möglichst früh mit dem Trocknen beginnen. So bleiben Form, Farbe und Blütenstruktur meist am besten erhalten.
Das Trocknen kopfüber gehört zu den bekanntesten Methoden, um Blumen haltbar zu machen. Dabei werden die Blumen oder der gesamte Blumenstrauß an einem trockenen Ort aufgehängt, bis die restliche Feuchtigkeit vollständig verdunstet ist.
So funktioniert's
Vorteile
Nachteile
Für welche Blumen geeignet?
Besonders gut eignet sich diese Methode für:
Unser Tipp
Je dunkler der Trocknungsort, desto besser bleiben die Farben der Blumen erhalten. Direkte Sonneneinstrahlung sollte während des gesamten Trocknungsprozesses vermieden werden.
Nicht immer müssen Blumen zum Trocknen aufgehängt werden. Viele Blumen lassen sich auch direkt in der Vase trocknen. Diese Methode ist besonders einfach und eignet sich gut für Blumen, die ihre Form möglichst natürlich behalten sollen.
So funktioniert's
Vorteile
Nachteile
Für welche Blumen geeignet?
Besonders gute Ergebnisse erzielen häufig:
Blumen mit einem hohen Wassergehalt eignen sich dagegen oft weniger für die Vasenmethode, da sie während der langsamen Trocknung schneller welken oder schimmeln können.
Unser Tipp
Die Vasenmethode eignet sich vor allem für einzelne Blumen oder kleine Arrangements. Bei größeren Blumensträußen kann die Luft zwischen den dicht stehenden Stielen nur schwer zirkulieren. Dadurch steigt das Risiko für Schimmelbildung deutlich an.
Wer einen kompletten Blumenstrauß trocknen möchte, erzielt mit dem klassischen Trocknen kopfüber häufig die besseren Ergebnisse.
Unser Favorit: Wer Blumen möglichst ohne Farbverlust trocknen möchte, erzielt mit Silicagel oft die besten Ergebnisse. Die Methode ist etwas aufwendiger als das Trocknen in der Vase oder kopfüber, bewahrt dafür aber Farbe und Blütenform besonders gut.
Silicagel besteht aus kleinen, feuchtigkeitsabsorbierenden Kügelchen, die Wasser aus den Blüten ziehen. Es wird häufig zur Trocknung von Blumen verwendet und ist online sowie in vielen Bastel- und Gartenfachgeschäften erhältlich.
Gut zu wissen: Silicagel kennst du vielleicht aus den kleinen Beuteln mit dem Hinweis „Do not eat“, die häufig Schuhkartons, Taschen oder Elektronikprodukten beiliegen. Diese enthalten ebenfalls Silicagel, reichen für das Trocknen von Blumen jedoch meist nicht aus. Für optimale Ergebnisse empfiehlt sich spezielles Silicagel für Blumen und Trockenblumen.
So funktioniert's
Vorteile
Nachteile
Für welche Blumen geeignet?
Besonders gute Ergebnisse erzielen häufig:
Unser Tipp
Silicagel eignet sich vor allem dann, wenn Farbe und Form möglichst originalgetreu erhalten bleiben sollen. Für einzelne Blüten oder besondere Erinnerungsstücke ist diese Methode meist die beste Wahl.
Im Gegensatz zu anderen Methoden werden Blumen bei dieser Variante nicht vollständig getrocknet. Stattdessen ersetzt eine Glycerinlösung einen Teil der natürlichen Feuchtigkeit in den Stielen und Blüten. Dadurch bleiben die Blumen länger flexibel und wirken oft natürlicher als klassische Trockenblumen.
Was ist Glycerin?
Glycerin ist eine farblose, geruchlose und leicht sirupartige Flüssigkeit, die Wasser binden kann. Diese Eigenschaft macht sie interessant für die Konservierung von Pflanzen und Blumen.
Gut zu wissen: Glycerin wird häufig in Kosmetikprodukten, Seifen und Hautpflege verwendet. Für die Konservierung von Blumen eignet sich pflanzliches Glycerin, das unter anderem in Apotheken, Bastelgeschäften und Online-Shops erhältlich ist.
So funktioniert's
Vorteile
Nachteile
Für welche Blumen geeignet?
Besonders gut eignet sich die Glycerinmethode für:
Bei sehr feinen oder empfindlichen Blüten sind die Ergebnisse dagegen oft weniger vorhersehbar.
Beim Pressen werden Blumen flach getrocknet und haltbar gemacht. Die Methode eignet sich besonders für kreative Projekte, Erinnerungsstücke oder dekorative Bilder.
So funktioniert's
Vorteile
Nachteile
Für welche Blumen geeignet?
Besonders gut eignen sich:
Unser Tipp
Das Pressen eignet sich besonders für Blumen mit emotionalem Wert, beispielsweise aus Hochzeitssträußen oder besonderen Blumenarrangements. So lassen sich Erinnerungen platzsparend und dauerhaft bewahren.
Neben den klassischen Trocknungsmethoden findet sich immer wieder der Tipp, Blumen mit Waschpulver zu trocknen. Dabei soll das Pulver Feuchtigkeit aus den Blüten ziehen und so den Trocknungsprozess beschleunigen.
Funktioniert die Methode wirklich?
Grundsätzlich kann Waschpulver Feuchtigkeit aufnehmen. Die Methode stammt jedoch aus einer Zeit, in der spezielle Trockenmittel für Blumen nur schwer erhältlich waren. Heute wird sie nur noch selten empfohlen, da moderne Alternativen meist bessere Ergebnisse liefern.
So funktioniert's
Vorteile
Nachteile
Für welche Blumen geeignet?
Die Methode wird vor allem bei einzelnen Blüten angewendet. Für empfindliche oder besonders wertvolle Blumen ist sie jedoch meist nicht die erste Wahl.
Unser Tipp
Wenn du Blumen möglichst farbecht und formstabil trocknen möchtest, ist Silicagel in den meisten Fällen die bessere Alternative. Waschpulver eignet sich eher als Experiment oder Notlösung, wenn kein spezielles Trockenmittel zur Verfügung steht.
Rund um Trockenblumen hält sich hartnäckig der Tipp, Blumen nach dem Trocknen mit Haarspray zu behandeln. Tatsächlich kann Haarspray dabei helfen, empfindliche Blüten etwas zu stabilisieren – eine echte Trocknungsmethode ist es jedoch nicht.
Hilft Haarspray wirklich?
Ja, allerdings nur eingeschränkt. Haarspray bildet eine dünne Schutzschicht auf den Blüten und kann verhindern, dass einzelne Blütenblätter oder Pflanzenteile zu schnell abbrechen.
So funktioniert's
Vorteile
Nachteile
Für welche Blumen geeignet?
Haarspray eignet sich vor allem als Ergänzung für bereits getrocknete Blumen, beispielsweise:
Welche Trocknungsmethode die richtige ist, hängt vor allem davon ab, welches Ergebnis du erzielen möchtest. Während einige Verfahren besonders einfach sind, bieten andere Vorteile bei Farberhalt oder Haltbarkeit.
| Ziel | Empfohlene Methode |
|---|---|
Ganze Blumensträuße trocknen | Kopfüber trocknen |
Besonders einfache Anwendung | In der Vase trocknen |
Möglichst wenig Farbverlust | Silicagel |
Für Bilder & DIY-Projekte | Blumen pressen |
Zusätzlicher Schutz | Haarspray |
Für die meisten Blumen eignen sich mehrere Trocknungsmethoden. Welche die beste ist, hängt vor allem davon ab, ob du Wert auf eine einfache Anwendung, eine natürliche Optik oder einen möglichst geringen Farbverlust legst.