Mit ihren leuchtenden Farben und auffälligen Mustern begeistern Inkalilien Blumenfreunde auf der ganzen Welt. Doch woher stammt die beliebte Blume eigentlich? Welche Bedeutung wird ihr zugeschrieben? Und wie bleiben Inkalilien in der Vase besonders lange frisch? In unserem Blog beantworten wir alle deine Fragen rund um die Inkalilie.
Ursprünglich liegt die Heimat der Inkalilien in Südamerika, insbesondere in Peru, Chile und Teilen Brasiliens. Sie wurde im 18. Jahrhundert erstmals entdeckt und gelangte durch den schwedischen Botaniker Claus Alstroemer nach Europa. Mit der Zeit hat die Inkalilie sich als besonders attraktive Garten- und Schnittblume etabliert und so wurden aus anfangs wenigen Wildarten zahlreiche Hybride und Zuchtsorten.
Übrigens: Claus Alstroemer zu Ehren erhielt die Gattung der Inkalilien ihren wissenschaftlichen Namen Alstroemeria.
Inkalilien begeistern durch eine enorme Farben- und Formenvielfalt. Moderne Züchtungen decken nahezu das gesamte Farbspektrum ab. Typisch ist bei allen Farben allerdings eins: Auffällige Zeichnungen auf den Blütenblättern. Viele Sorten haben dunkle Sprenkel, Punkte oder Streifen, die sich vom Grundfarbton abheben und jeder Blüte ein einzigartiges Muster verleihen. In der Natur dienen diese Muster vor allem der Anlockung von Insekten, für uns machen sie Inkalilien jedoch zu einem Blickfang in jedem Strauß.
Die Gattung Alstroemeria umfasst über 50 wild vorkommende Arten, aus denen durch Züchtung unzählige Hybriden entstanden sind. Besonders beliebt sind vor allem folgende Sorten:
In der Sprache der Blumen symbolisiert die Inkalilie langanhaltende Freundschaft, Verbundenheit und Zuneigung. Aufgrund dieser Bedeutung wird sie häufig auch die Blume der Freundschaft genannt. Manch einer sagt sogar, dass jedes Blütenblatt für eine eigene positive Eigenschaft in einer Freundschaft steht: Humor, Geduld, Mitgefühl, Tatkraft, Verständnis und Respekt. Dank dieser positiven Bedeutungen werden Inkalilien gern in Sträuße eingebunden und eignen sich wunderbar, wenn man etwa der besten Freundin oder dem besten Freund eine Freude machen will. Getreu dem Motto: „Guten Freunden gibt man eine Inkalilie!“
Inkalilien gibt es in vielen Farbtönen und ähnlich wie bei Rosen wird auch ihnen je nach Blütenfarbe eine leicht unterschiedliche Bedeutung zugeschrieben.
Als Schnittblume in Blumensträußen kannst du Inkalilien das ganze Jahr über finden. Dazu werden sie in Gewächshäusern angebaut, in denen konstante Temperaturen und Lichtverhältnisse dafür sorgen, dass sie kontinuierlich neue Blütentriebe bilden.
Im Garten blühen Inkalilien als mehrjährige Stauden vom späten Frühling bis in den Herbst. In mitteleuropäischen Gärten kannst du die auffällige Pflanze und ihre Blüten allerdings meist im Sommer bewundern. Einige Sorten können bei guter Pflege sogar bis in den September und Oktober noch neue Blütenschübe hervorbringen. Sobald es im Herbst dann kühler wird, ziehen sich die Pflanzen in ihre unterirdischen Knollen zurück.
Einer der größten Vorteile der Inkalilie als Schnittblume ist ihre lange Haltbarkeit. Bei richtiger Pflege können Alstroemerien bis zu zwei Wochen lang frisch bleiben. Damit auch du möglichst lange Freude an diesen Blumen hast, sind hier die wichtigsten Pflegetipps für Inkalilien in der Vase einmal zusammengefasst:
Insgesamt sind Inkalilien in der Vase recht pflegeleicht und verzeihen es dir auch mal, wenn du das Wasser erst am dritten Tag wechselst.
Die kurze Antwort lautet: Ja, Inkalilien sind leicht giftig. Sie enthalten bestimmte pflanzliche Inhaltsstoffe, die bei Verzehr oder Hautkontakt reizend wirken können. Insbesondere Katzen reagieren auf Inkalilien empfindlich. Sie können Erbrechen, Durchfall oder Speichelfluss auslösen. Bei Aufnahme größerer Mengen können auch ernstere Symptome auftreten. Daher empfiehlt es sich, deine Stubentiger besser von Inkalilien fernzuhalten.
Für Menschen gelten Inkalilien übrigens nur als schwach giftig. Das heißt, Berühren oder gelegentliches Hantieren mit den Blumen ist in der Regel unproblematisch, allerdings kann der Pflanzensaft bei empfindlicher Haut zu Allergien oder Hautreizungen führen. Verschlucken von Pflanzenteilen (Blüten, Blätter) kann zu Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall führen.
Ob Inkalilien winterhart sind, hängt vor allem von der Sorte und dem Standort ab. Einige robuste Arten wie die Alstroemeria aurea gelten als mäßig winterhart und überstehen in geschützten Lagen mit gutem Winterschutz auch kühlere Temperaturen. Viele moderne Zuchtsorten sind jedoch deutlich empfindlicher und nicht frosthart. Sie wurden ursprünglich für die Kultur im Gewächshaus gezüchtet und sollten im Winter besser ausgegraben oder in Töpfen gehalten und frostfrei überwintert werden.
Im Herbst ziehen sich die Pflanzen in ihre unterirdischen Rhizome zurück und treiben im Frühjahr neu aus. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, schützt die ausgepflanzten Stauden mit einer Mulchschicht aus Laub, Stroh oder Tannenreisig. Für Topfpflanzen empfiehlt sich ein kühler, aber frostfreier Ort wie Garage oder Keller mit Temperaturen zwischen 5 und 10 °C. So kommen die Inkalilien sicher durch den Winter und blühen im nächsten Jahr wieder kräftig.