Sie sind echte Alleskönner: Chrysanthemen begeistern durch ihre riesige Vielfalt, kräftige Farben und beeindruckende Haltbarkeit. Kein Wunder, dass sie zu den beliebtesten Schnittblumen gehören – ob als bunte Auflockerung in gemischten Sträußen oder als Hauptdarsteller ganz für sich.
Hier erfährst du, woher die Chrysantheme kommt, welche Arten es gibt, was sie bedeutet und warum sie die perfekten Schnittblumen für jede Jahreszeit sind.
Herkunft der Chrysantheme
Die Chrysantheme stammt ursprünglich aus China und Japan. Dort gilt sie bis heute als königliche Blume und Symbol für ein langes Leben. Schon vor Jahrhunderten nutzte man sie in Asien auch als Heilpflanze.
Im 17. Jahrhundert gelangten Chrysanthemen nach Europa und wurden schnell zu beliebten Garten- und Schnittblumen. Ihr Name stammt aus dem Griechischen: „chryso“ = golden und „anthemon“ = Blume – ursprünglich gab es Chrysanthemen also nur in goldgelber Farbe, weshalb man sie auch „Goldblume“ nannte.
Wie viele Arten der Chrysantheme gibt es?
Chrysanthemen gehören zur Familie der Korbblütler und begeistern mit einer unglaublichen Vielfalt an Formen und Farben. Weltweit gibt es rund 40 Arten und unzählige Zuchtformen. Besonders beliebt sind folgende fünf Typen, die auch im bunten Chrysanthemen-Mix (wie im Bild unten) gut zu erkennen sind:
- Deko- oder Schnitt-Chrysanthemen (Spray-Chrysanthemen)
Diese Sorten bringen gleich mehrere Blüten pro Stiel hervor. Sie sind in vielen Farben erhältlich und bilden die Basis vieler bunter Blumensträuße. Typisch sind die rot-weißen zweifarbigen oder zarten Rosatöne, die man häufig in Mischsträußen findet. - Santini-Chrysanthemen
Klein, kugelig und voller Energie: Santinis haben kleine Blütenköpfe in kräftigen Farben wie Grün, Gelb oder Orange. Sie werden oft als „Mini-Chrysanthemen“ bezeichnet und sind ideal, um Sträuße aufzulockern und lebendiger wirken zu lassen. - Incurve-Chrysanthemen
Die pompösen Stars unter den Chrysanthemen. Ihre großen, kugelrunden Blüten erinnern an Dahlien oder Astern. Besonders beliebt sind weiße oder goldgelbe Sorten, die in opulenten Sträußen sofort ins Auge fallen. - Spinnen-Chrysanthemen (Spider-Typen)
Ein echter Hingucker: Ihre langen, schmalen Blütenblätter erinnern an Spinnenbeine. Sorten in Pink, Weiß oder Orange wirken kunstvoll und extravagant – perfekt für moderne Sträuße. - Pompon-Chrysanthemen
Ähnlich wie Santinis, aber die Blüten sind dichter gefüllt und perfekt kugelrund. Sie wirken wie kleine Blütenkugeln und bringen Struktur in jedes Bouquet.
Diese fünf Haupttypen zeigen, wie vielseitig Chrysanthemen sind: von verspielt über elegant bis hin zu extravagant. Deshalb gehören sie weltweit zu den beliebtesten Schnittblumen.


Welche Bedeutung haben Chrysanthemen?
Die Chrysantheme ist mehr als nur eine Blume – sie ist ein Symbol mit jahrhundertelanger Tradition. In Asien wird sie besonders verehrt:
- In China gilt sie als Zeichen für Glück, Wohlstand und ein langes Leben. Oft schmückt sie dort Häuser und Feste, um positive Energie ins Leben zu holen.
- In Japan ist sie die „Blume des Kaiserhauses“ und steht für Würde, Vollkommenheit und Beständigkeit. Bis heute ist sie dort ein Nationalsymbol, das sogar im kaiserlichen Wappen zu finden ist.
Auch in Europa hat die Chrysantheme eine starke Symbolik entwickelt. Hier steht sie vor allem für:
- Glück & Freundschaft: ein fröhlicher Begleiter für Geburtstage, Einzüge oder einfach als Dankeschön.
- Gesundheit & Lebenskraft: sie wird gerne als Genesungsblume verschenkt, um Hoffnung und Zuversicht zu schenken.
- Wertschätzung & Dankbarkeit: perfekt, um jemandem auf eine stilvolle Weise „Danke“ zu sagen
Blühen Chrysanthemen das ganze Jahr?
Als Schnittblumen sind Chrysanthemen ganzjährig erhältlich, weil sie in Gewächshäusern und weltweit kultiviert werden.
Als Gartenpflanzen haben sie dagegen vor allem im Herbst ihre große Zeit. Viele Sorten sind klassische Herbstblüher, die bis in den späten Oktober hinein ihre Farbe zeigen – und so noch fröhliche Akzente setzen, wenn die meisten anderen Pflanzen schon verblüht sind.
Unser Tipp: So bleiben Chrysanthemen in der Vase lange frisch!
Chrysanthemen gehören zu den haltbarsten Schnittblumen – mit ein paar einfachen Tipps bleiben sie bis zu zwei Wochen schön:
-
Saubere Vase: Gründlich reinigen, bevor die Blumen hineinkommen.
-
Frisches Wasser: Etwa ein Drittel der Vase mit kühlem bis lauwarmem Wasser füllen, nicht eiskalt. Alle zwei Tage erneuern.
-
Frischer Anschnitt: Stiele regelmäßig mit einem scharfen Messer schräg anschneiden.
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Kühle Umgebung: Nicht in praller Sonne oder in der Nähe von Heizkörpern platzieren.
So bleiben deine Chrysanthemen lange frisch und strahlend schön.
Welche Chrysanthemen sind essbar?
In Asien gibt es spezielle Sorten, die als Speise-Chrysanthemen (z. B. Chrysanthemum coronarium, auch als Kronenwucherblume bekannt) kultiviert werden. Aus ihren Blütenblättern wird Tee aufgegossen, oder sie werden als Gemüse verarbeitet.
Wichtig: Die Zier-Chrysanthemen im Blumenhandel sind nicht essbar, da sie nicht für den Verzehr gezüchtet wurden und behandelt sein können.
Sind Chrysanthemen giftig für Katzen und Hunde?
Chrysanthemen sehen zwar wunderschön aus, für Haustiere sind sie jedoch leider nicht ganz ungefährlich. In allen Pflanzenteilen stecken sogenannte Pyrethrine und weitere Stoffe, die für Katzen und Hunde giftig wirken können.
Schon wenn Tiere an den Blättern oder Blüten knabbern, kann das zu unangenehmen Symptomen führen. Typisch sind Erbrechen, Durchfall, vermehrter Speichelfluss oder in schwereren Fällen sogar Zittern und Koordinationsstörungen.
Darum gilt: Stelle Sträuße mit Chrysanthemen oder Topf-Chrysanthemen am besten so auf, dass deine Haustiere nicht daran gelangen können.
Für uns Menschen sind Chrysanthemen dagegen ungefährlich und als Schnittblumen völlig unbedenklich – also keine Sorge, wenn du sie in der Vase hast.
Unterschied zu Astern
Auf den ersten Blick wirken Chrysanthemen und Astern (im Bild) sehr ähnlich – kein Wunder, beide gehören zur großen Familie der Korbblütler. Doch es gibt ein paar klare Unterschiede:
- Blütezeit: Astern blühen vor allem im Spätsommer bis Herbst, Chrysanthemen hingegen oft noch später und teilweise bis in den Winter hinein.
- Blütenform: Astern haben meist eher schlichte, sternförmige Blütenköpfe mit schmalen Blütenblättern. Chrysanthemen hingegen zeigen eine enorme Vielfalt – von kleinen, kugeligen Pompons bis zu opulenten, gefüllten Blüten oder sogar spinnenartigen Formen.
- Größe: Chrysanthemenblüten können deutlich größer und dichter gefüllt sein als die eher feinen Asterblüten.
- Verwendung: Während Astern vor allem im Garten beliebt sind, werden Chrysanthemen weltweit stark als Schnittblumen gezüchtet und sind besonders langlebig in der Vase.


Chrysanthemen – Glücksboten mit Vielfalt
Chrysanthemen sind echte Alleskönner: Sie bringen den Herbst mit ihrer Farbenpracht zum Leuchten, stehen für Glück, Gesundheit und ein langes Leben – und begeistern durch ihre beeindruckende Vielfalt an Formen und Sorten.
Dank ihrer langen Haltbarkeit als Schnittblume schenken sie dir und deinen Liebsten besonders langanhaltende Freude. Achte nur darauf, sie von Haustieren fernzuhalten – dann sind sie ein rundum unbedenklicher Glücksbringer.
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