Sie sind echte Alleskönner: Chrysanthemen begeistern durch ihre riesige Vielfalt, kräftige Farben und beeindruckende Haltbarkeit. Kein Wunder, dass sie zu den beliebtesten Schnittblumen gehören – ob als bunte Auflockerung in gemischten Sträußen oder als Hauptdarsteller ganz für sich.
Hier erfährst du, woher die Chrysantheme kommt, welche Arten es gibt, was sie bedeutet und warum sie die perfekten Schnittblumen für jede Jahreszeit sind.
Die Chrysantheme stammt ursprünglich aus China und Japan. Dort gilt sie bis heute als königliche Blume und Symbol für ein langes Leben. Schon vor Jahrhunderten nutzte man sie in Asien auch als Heilpflanze.
Im 17. Jahrhundert gelangten Chrysanthemen nach Europa und wurden schnell zu beliebten Garten- und Schnittblumen. Ihr Name stammt aus dem Griechischen: „chryso“ = golden und „anthemon“ = Blume – ursprünglich gab es Chrysanthemen also nur in goldgelber Farbe, weshalb man sie auch „Goldblume“ nannte.
Chrysanthemen gehören zur Familie der Korbblütler und begeistern mit einer unglaublichen Vielfalt an Formen und Farben. Weltweit gibt es rund 40 Arten und unzählige Zuchtformen. Besonders beliebt sind folgende fünf Typen, die auch im bunten Chrysanthemen-Mix (wie im Bild unten) gut zu erkennen sind:
Diese fünf Haupttypen zeigen, wie vielseitig Chrysanthemen sind: von verspielt über elegant bis hin zu extravagant. Deshalb gehören sie weltweit zu den beliebtesten Schnittblumen.
Die Chrysantheme ist mehr als nur eine Blume – sie ist ein Symbol mit jahrhundertelanger Tradition. In Asien wird sie besonders verehrt:
Auch in Europa hat die Chrysantheme eine starke Symbolik entwickelt. Hier steht sie vor allem für:
Als Schnittblumen sind Chrysanthemen ganzjährig erhältlich, weil sie in Gewächshäusern und weltweit kultiviert werden.
Als Gartenpflanzen haben sie dagegen vor allem im Herbst ihre große Zeit. Viele Sorten sind klassische Herbstblüher, die bis in den späten Oktober hinein ihre Farbe zeigen – und so noch fröhliche Akzente setzen, wenn die meisten anderen Pflanzen schon verblüht sind.
Chrysanthemen gehören zu den haltbarsten Schnittblumen – mit ein paar einfachen Tipps bleiben sie bis zu zwei Wochen schön:
Saubere Vase: Gründlich reinigen, bevor die Blumen hineinkommen.
Frisches Wasser: Etwa ein Drittel der Vase mit kühlem bis lauwarmem Wasser füllen, nicht eiskalt. Alle zwei Tage erneuern.
Frischer Anschnitt: Stiele regelmäßig mit einem scharfen Messer schräg anschneiden.
Kühle Umgebung: Nicht in praller Sonne oder in der Nähe von Heizkörpern platzieren.
So bleiben deine Chrysanthemen lange frisch und strahlend schön.
In Asien gibt es spezielle Sorten, die als Speise-Chrysanthemen (z. B. Chrysanthemum coronarium, auch als Kronenwucherblume bekannt) kultiviert werden. Aus ihren Blütenblättern wird Tee aufgegossen, oder sie werden als Gemüse verarbeitet.
Wichtig: Die Zier-Chrysanthemen im Blumenhandel sind nicht essbar, da sie nicht für den Verzehr gezüchtet wurden und behandelt sein können.
Chrysanthemen sehen zwar wunderschön aus, für Haustiere sind sie jedoch leider nicht ganz ungefährlich. In allen Pflanzenteilen stecken sogenannte Pyrethrine und weitere Stoffe, die für Katzen und Hunde giftig wirken können.
Schon wenn Tiere an den Blättern oder Blüten knabbern, kann das zu unangenehmen Symptomen führen. Typisch sind Erbrechen, Durchfall, vermehrter Speichelfluss oder in schwereren Fällen sogar Zittern und Koordinationsstörungen.
Darum gilt: Stelle Sträuße mit Chrysanthemen oder Topf-Chrysanthemen am besten so auf, dass deine Haustiere nicht daran gelangen können.
Für uns Menschen sind Chrysanthemen dagegen ungefährlich und als Schnittblumen völlig unbedenklich – also keine Sorge, wenn du sie in der Vase hast.
Auf den ersten Blick wirken Chrysanthemen und Astern (im Bild) sehr ähnlich – kein Wunder, beide gehören zur großen Familie der Korbblütler. Doch es gibt ein paar klare Unterschiede:
Chrysanthemen sind echte Alleskönner: Sie bringen den Herbst mit ihrer Farbenpracht zum Leuchten, stehen für Glück, Gesundheit und ein langes Leben – und begeistern durch ihre beeindruckende Vielfalt an Formen und Sorten.
Dank ihrer langen Haltbarkeit als Schnittblume schenken sie dir und deinen Liebsten besonders langanhaltende Freude. Achte nur darauf, sie von Haustieren fernzuhalten – dann sind sie ein rundum unbedenklicher Glücksbringer.